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Das Gendern

Autor: Thomas Limberg

Datum: 12.09.2024

Textart: non-fiktional

Zusammenfassung

Die Menschen wollen nicht mit Gendersternchen oder Ähnlichem gendern und es ist auch nicht erforderlich.

Wo liegt das Problem?

Betrachten wir den folgenden Beispielsatz!

"Die Journalisten dieser Zeitung machen ihre Arbeit gut."

Mit "die Journalisten" können nun nur Männer gemeint sein. Es können aber auch Frauen mitgemeint sein. Letzteres nennt man "generisches Maskulinum". Das Wort "generisch" bedeutet "nicht spezifisch" bzw. "beide Geschlechter umfassend". "Maskulinum" ist die "Männlichkeitsform". Durch diese Doppeldeutigkeit können Missverständnisse entstehen und Frauen fühlen sich diskriminiert.

Was ist Gendern und welche Arten von Gendern gibt es?

Was ist Gendern?

"Gendern" bedeutet "ein geschlechterbewusster Sprachgebrauch". Es soll also die oben erklärte Doppeldeutigkeit vermieden werden. Dazu gibt es folgende Lösungsvorschläge.

Das Gendersternchen

Ein Beispielsatz mit Gendersternchen ist der folgende.

"Die Journalist*innen dieser Zeitung machen ihre Arbeit gut."

Mit "die Journalist*innen" sind Männer, Frauen und nicht-binäre Personen eingeschlossen. Ausgesprochen wird das Wort "Journalist*innen", indem beim Genderstern, also zwischen "Journalist" und "innen", ein so genannter Glottisschlag eingesetzt wird.

Der Gender-Doppelpunkt

Ein Beispielsatz mit Gender-Doppelpunkt ist der folgende.

"Die Journalist:innen dieser Zeitung machen ihre Arbeit gut."

Mit "die Journalist:innen" sind Männer, Frauen und nicht-binäre Personen eingeschlossen. Ausgesprochen wird das Wort "Journalist:innen", indem beim Gender-Doppelpunkt, also zwischen "Journalist" und "innen", ein so genannter Glottisschlag eingesetzt wird.

Der Gender-Gap

Ein Beispielsatz mit Gender-Gap ist der folgende.

"Die Journalist_innen dieser Zeitung machen ihre Arbeit gut."

Mit "die Journalist_innen" sind Männer, Frauen und nicht-binäre Personen eingeschlossen. Ausgesprochen wird das Wort "Journalist_innen", indem beim Gender-Gap, also zwischen "Journalist" und "innen", ein so genannter Glottisschlag eingesetzt wird.

Das Binnen-I

Ein Beispielsatz mit Binnen-I ist der folgende.

"Die JournalistInnen dieser Zeitung machen ihre Arbeit gut."

Mit "die JournalistInnen" sind Männer, Frauen und nicht-binäre Personen eingeschlossen. Ausgesprochen wird das Wort "JournalistInnen", indem zwischen "Journalist" und "Innen" ein so genannter Glottisschlag eingesetzt wird.

Der konsequente Gebrauch des generischen Maskulinums

Der konsequente Gebrauch des generischen Maskulinums ist ein nicht verbreiteter Lösungsvorschlag. Es ist mein Vorschlag für die Lösung des Genderproblems. Und zwar werden dabei in Sätzen wie dem Folgenden Frauen immer mitgemeint.

"Die Journalisten dieser Zeitung machen ihre Arbeit gut."

Mit "die Journalisten" sind also bei diesem Lösungsvorschlag Frauen immer mitgemeint. Übrigens sind auch bei diesem Lösungsvorschlag nicht-binäre Personen mitbedacht. "die Journalisten" können also Männer, Frauen oder nicht-binäre Personen sein.

Welche Form wird sich durchsetzen?

Gendern mit Gendersternchen oder Ähnlichem ist sehr unbeliebt. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für t-online lehnen 80 % der deutschen Bundesbürger Gendern (mit Gendersternchen oder Ähnlichem) ab. Deshalb denke ich, dass sich mein Vorschlag, also der konsequente Gebrauch des generischen Maskulinums (siehe oben), durchsetzen wird. Bei Sätzen wie dem Folgenden wird meines Erachtens die Entwicklung also dahin gehen, dass Frauen (und Nicht-Binäre) immer mitgemeint sein werden.

"Die Journalisten dieser Zeitung machen ihre Arbeit gut."


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